Energiekoffer des Kompetenzzentrums

Einsatz in Schulen


Werlte: 3N-Kompetenzzentrum entwickelt Energiekoffer


Werlte.

Was ein Besuch in Österreich doch alles bewirken kann: Nachdem das Thema Energieregion

Hümmling bereits durch die Visite einiger Kommunalpolitiker aus derSamtgemeinde Werlte im

„Energiedorf Güssing“ beflügelt worden ist, legt nun das 3N-Kompetenzzentrum mit dem

sogenannten „3N-Energie-Koffer“ für den Schulunterricht nach. Diese können ab sofort von Schulen

in den vier Samtgemeinden der Energieregion „Naturstandpunkt Hümmling“ ausgeliehen werden.

 

bild zeitungsartikel 3n


Den „Praxiskoffer Energie“ hat das 3N-Kompetenzzentrum in Werlte vorgestellt.

Das Bild zeigt (von links) den Vreeser Bürgermeister Heribert Kleene, Konrektor Tim

Schülke, 3N-Leiterin Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer, Schulleiter Klaus Ruhe, Erster

Samtgemeinderat Ludger Kewe, Werltes Bürgermeister Willfried Lübs,

Schulleiter Heinz-Joseph Thöle, Schulleiter BerndGebkenjans und Harald Fricke von 3N.

(Foto: Hermann Hinrichs)

 

Gedacht ist der mit einer Vielzahl von Geräten und Materialien ausgestattete Koffer insbesondere

für Schüler der Klassen acht bis zehn. „Das ist aber noch flexibel“, schickt 3N-Leiterin

Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer gleich hinterher. Thematisch geht es um Strom, Licht und Wärme

und somit um dasSchulfach Physik.

Damit das Lernen auch Spaß macht, ist der Energiekoffer so konzipiert, dass auf

vielerlei Weise die Schüler selbst versuchen, messen und prüfen können. Elf Experimente können

angestellt werden. „Dafür ist alles Zubehör enthalten“, sagt Rottmann-Meyer.


Ganzes Paket geschnürt


Die Vorlage für den 3N-Koffer haben die Initiatoren in Güssing entdeckt – und von dort auch prompt

Unterstützung erhalten. Denn nicht nur die Idee stammt aus Österreich, auch ein Schulungskonzept

ist „3N“ vom Umwelt-Bildungszentrum Steiermark überlassen worden. Das ist an die hiesigen

Verhältnisse angepasst worden. Neben den theoretischen und praktischen Dingen hat 3N rund um

den Koffer auch ein Paket geschnürt. Dieses ermöglicht es, ganze Aktionstage zu gestalten. Zudem

sei das Angebot geeignet, um in Wahlpflichtkursen oder auch Nachmittagsangeboten in

Ganztagsschulen zum Einsatz zu kommen.


Entstanden ist der Energiekoffer als Teil des deutsch-niederländischen Verbundprojekts „NEND“.

Laut Rottmann-Meyer sind bislang allein an Sachkosten rund 20000 Euro investiert worden.


Richtig reingekniet haben sich bei der Entwicklung und Herstellung des Koffers Harald Fricke und

Hermann Stevens, deren Werk nun in der Praxis in die Erprobung geht. Während zwei der zunächst

hergestellten zehn Koffer an den Lernstandort Vrees und die Albert-Trautmann-Schule übergeben

wurden, können die weiteren acht Schulen in den Samtgemeinden Werlte, Sögel, Nordhümmling

und Lathen jederzeit bei 3N in Werlte ausgeliehen werden.

Ansprechpartner sind hier Fricke und Stevens, die den Schulen auch die gewünschte Unterstützung sowie eine Einweisung anbieten.


„Die Arbeit mit diesem Angebot soll die Schüler zum Nachdenken anregen“, sagt Werltes

Bürgermeister Willfried Lübs. Letztlich gehe es darum, den jungen Menschen deren täglichen

Verbrauch an Strom bewusst zu machen und so den umsichtigen Einsatz von Energie zu fördern.

 

Wissen im Alltag nutzen


Der Leiter der Albert-Trautmann-Schule, Klaus Ruhe, sieht den Erfolg dieses Angebots maßgeblich

davon abhängen, dass die Schüler das beim Experimentieren erworbene Wissen „mit in den Alltag

nehmen“. Das unterstrich auch sein Amtskollege vom Gymnasium Werlte, Heinz-Joseph Thöle. Der

Leiter der Grund- und Oberschule Lorup, Bernd Gebkenjans, will nun in der Fachschaft

seiner Schule für den Einsatz des Energiekoffers werben.


Die Ausleihe eines Energiekoffers kann unter Tel. 05951/989310 mit dem 3N-Kompetenzzentrum

vereinbart werden.